einige meiner Gedichte...

 

In der Dämmerung

 

 

 

Farben gehen langsam verloren,

 

außer schwarz  und blau,

 

Ruhe schmeichelt meinen Ohren,

 

angestrengt ich nun schau,

 

eine Eule gleitet lautlos vorüber,

 

ihre Nahrungssuche beginnt,

 

Licht aus Fenstern scheint her rüber,

 

der Tag nun langsam verrinnt.

 

 

 

Ruhigen Schrittes gehe ich weiter,

 

Fledermäuse fliegen wild umher,

 

der Anblick ihrer stimmt mich heiter,

 

die Akrobaten der Lüfte kommen näher,

 

Ängstliche trauen sich aus dem Versteck,

 

auf die saftigen Wiesen hinaus,

 

bei Geräusch den Kopf gen Himmel gestreckt,

 

droht Gefahr nehmen die Rehe reiß aus,

 

 

 

die Dämmerung nun geht zur Nacht,

 

ich wieder langsam nach Haus,

 

gebt bei der Dämmerung ruhig Acht,

 

was um euch rum so alles saust.

 

 

Selbstmordattentäter

 

 

 

Fanatisch, Verbohrt, Auserkoren,

 

 

zur menschlichen Bombe geschnürt,

 

 

Tot zum Märtyrer gekürt,

 

 

von der einen Seite gut geplant,

 

 

von der anderen nicht mal geahnt,

 

 

Opfer die zum Sterben noch nicht bereit,

 

 

Angehörige sitzen allein mit ihrem Leid.

 

 

 

 

Kann man so was nicht verhindern,

 

 

was erzählen wir den Opferkindern,

 

 

sich einzumischen in der fremden Weite,

 

ist das wirklich das Gescheite,

 

 

all unsere Opfer in diesem Spiel,

 

 

wann seid ihr endlich an eurem Ziel,

 

 

kein Geld der Welt ist es wert,

 

 

dieses Land euch nie gehört.

 

 

 

Der Delfin

 

 

 

Ein lustig, freundlicher Genosse,

 

von Allen geliebt und verehrt,

 

tanzt auf dem Wasser winkt mit der Flosse,

 

hat selbst schon Haie abgewehrt,

 

Kindern als Therapeut nicht zu ersetzen,

 

doch während Kinder von ihm träumen,

 

lese ich mit Entsetzen,

 

im Irak muss er Minen räumen,

 

wir ertränken ihn in Fischernetzen,

 

essen sogar den Meeressäuger,

 

doch wir leben im Überfluss,

 

es ist wirklich ungeheuer,

 

und ich frag mich ob das muss,

 

dem Menschen ist nichts heilig,

 

ihr, unser Lebensraum wird verseucht,

 

stoppt es, denn es ist eilig,

 

bevors zu spät und es euch reut,

 

denn ist er erstmal ausgerottet,

 

ist er für immer uns verloren,

 

genug über die Natur gespottet,

 

er wird uns keiner mehr geboren.

 


 

 

 

Bis morgen..

 

Ein Herz hat aufgehört zu schlagen,

 

nicht die Uhren dieser Welt,

 

alles geht weiter an diesen Tagen,

 

als wenn dein Leben gar nicht zählt.

 

 

 

Weiß nicht welche Kräfte mich tragen,

 

glaub ich hab sie nicht gewählt,

 

mich quälen ganz andere Fragen,

 

sie tragen mich und nur das zählt.

 

 

 

Meine Augen suchen dich,

 

doch sie schauen ins Leere,

 

weinen sollen sie nicht,

 

mein Herz kommt mir in die Quere.

 

 

 

Das Loch in meinem Leben,

 

keiner vermag es zu füllen,

 

bin innerlich am Beben,

 

möchte vor Schmerz brüllen.

 

 

 

Ein Engel bist du nun,

 

frei von Schmerz und Sorgen,

 

getrennt sind wir nun,

 

Wiedersehen irgendwann Morgen.