Kritische Gedichte

 

 

 

Kindersoldaten

 

 

 

Schreckliche Bilder in meinem Kopf,

 

wollt ich könnte sie vergessen,

 

nie genug zu essen im Topf,

 

wir waren vom Krieg nie besessen,

 

mit der Waffe an erster Front,

 

wie ein Wunder das Grauen überlebt,

 

des Dankes an uns, kein einziges Wort,

 

müssen lernen, auch wie man lebt,

 

doch jede Nacht, die Schreie, das Blut,

 

von denen, die auf die Minen getreten,

 

das Alles und ohnmächtige Wut,

 

haben nicht ums Überleben gebeten.

 

 ---------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

 

Selbstmordattentäter

 

 

 

Fanatisch, Verbohrt, Auserkoren,

 

zur menschlichen Bombe geschnürt,

 

Tot zum Märtyrer gekürt,

 

von der einen Seite gut geplant,

 

von der anderen nicht mal geahnt,

 

Opfer die zum Sterben noch nicht bereit,

 

Angehörige sitzen allein mit ihrem Leid.

 

 

 

Kann man so was nicht verhindern,

 

was erzählen wir den Opferkindern,

 

sich einzumischen in der fremden Weite,

 

ist das wirklich das Gescheite,

 

all unsere Opfer in diesem Spiel,

 

wann seid ihr endlich an eurem Ziel,

 

wann wird das Blut euch endlich zu viel.

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

 

 

 

 

Was für eine Welt

 

 

 

Kein Geld für Schulen und Lehrer,

 

die Armen werden immer ärmer,

 

kein Geld für soziale Investitionen,

 

doch für der Bänker Fehlspekulationen,

 

Arbeitsplätze werden vernichtet,

 

Geld bei den Reichen geschichtet,

 

mit Hilfe der Regierung einiges gelingt,

 

so mancher ums Überleben ringt,

 

wir lassen es einfach geschehen,

 

frei nach nichts sagen, hören oder sehen,

 

auch die Diäten werden erhöht,

 

das Sparpaket öffentlich verhöhnt.

 

 

 

Was einst mit Schweiß und Blut erkämpft,

 

wird zerstört ganz ungehemmt,

 

nun müssen wir noch mehr sparen,

 

damit die Reichen den Reichtum wahren,

 

für die unten eine echte Quälerei,

 

für die Reichen alles steuerfrei,

 

doch sind wir alle doch auch gleich,

 

manche eben auch noch reich,

 

doch Reichtum auch verpflichtet,

 

denkt dran, wenn ihr weiter schichtet.

-------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

 

Der See im Wandel

 

 

 

Früher gings an heißen Tagen,

 

an den See um dort zu baden,

 

manche fuhren mit dem Rad,

 

ein Auto hat man nicht gehabt,

 

doch die Zeiten ändern sich,

 

nur mit dem Fahrrad kam man nicht,

 

kam mit dem Auto das es kracht,

 

hat die Natur einfach kaputt gemacht,

 

die Autos kamen von überall,

 

drum baute zum Schutz man einen Wall,

 

nur noch ein paar gingen nun an den See,

 

im Sommer zum Baden, Winters bei Schnee,

 

bis man entdeckte seltene Tiere und Pflanzen,

 

und sie alles hinter einem Zaun verschanzten,

 

die Pflanzen und Tiere genießen den Raum,

 

wir Bürger blicken nur durch den Zaun.